Beleuchtung


Terrarienbeleuchtung:

Die Terrarienbeleuchtung ist eines der Themen, bei dem es fast schon zum Glaubenskrieg zwischen den Befürwortern der verschiedenen Möglichkeiten einer relativ naturnahen und ausgewogenen Beleuchtung kommt. Bedingt durch die Entwicklung in der Industrie ist es nahezu fast unmöglich alle Typen und Systeme der verschiedenen Lampen zu kennen oder sich mit deren Wirkung auszukennen. Dies ist auch nicht Aufgabe oder Sinn dieser Seite, vielmehr stelle ich hier die von mir selber erprobten und betriebenen Lampen vor. Diesbezüglich werde ich die Beleuchtung auch in die verschiedenen Bereiche und Themen aufteilen.

Grundbeleuchtung:

Um den Halsbandleguanen ein möglichst helles Terrarium bieten zu können, verwenden wir eine Grundbeleuchtung aus Röhren des Typ T5. Diese zeichnen sich gegenüber den Leuchtstoffröhren T8 durch einen höheren Lichtstrom, sowie einer Erhöhung der Leuchtkraft bei gleicher Wattleistung aus. Zweckmäßig verwendet man mind. eine Doppelreihe auf der gesamten Terrarienlänge, wodurch flächendeckend der gesamte Raum ausgeleuchtet werden kann. Angebrachte Reflektoren verstärken die Leuchtkraft um nochmals erheblich.

Zur Verwendung kommen Röhren des Typ:
  • HE - High Effizient/Hohe Effizienz - für Terrarien - bis 40cm Höhe
  • HO - High Output/Hohe Helligkeit - für Terrarien - bis 60cm Höhe

Bei höheren Becken empfiehlt sich die Anzahl der Röhren aufzustocken. T5-Röhren geben einen gewissen Anteil an UV-Licht ab, gepaart mit dem Spektrum der Röhren zeigen die Tiere ein sehr agiles und natürlicheres Verhalten.

Flächenstrahler:

Je nach Gestaltung der Rück- und Seitenwänden des Terrariums verwenden wir mittig der Tiefe einen HQI-Flächenstrahler, um Schlagschatten zu vermeiden, ferner um dunkle Stellen im Bereich des Bodens oder unter den Plateaus aufzuhellen. Diese Strahler sind mit einem Brenner des Typ HCI-TS 942 NDL ausgestattet. Damit haben wir das Terrarium bereits in verschiedene Beleuchtungszonen eingeteilt. Für den Selbstbau soll auf jeden Fall darauf geachtet werden, hitzebeständige Verkabelung zu verwenden, ferner ein Hochspannungskabel von EVG zur Lampe, denn dort treten sehr hohe Spannungen auf. Fertige Anschlusskabel sind im Handel zu beziehen. Bei allen Arbeiten an stromführenden Teilen sei nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dies von einem Elektriker installieren oder wenigstens abnehmen zu lassen. Die meisten Unfälle geschehen nun einmal durch Unachtsamkeit.

UV-Beleuchtung:

Für die Gesunderhaltung und Vorbeugung vor körperlichen Schäden ist eine ausgewogene UV-Bestrahlung der Tiere unerlässlich. Die Gabe von industriell hergestellten Vitaminen - ohne ausreichende UVB-Bestrahlung - hat sich als nicht gerade effizient heraus gestellt. Aus diesem und anderen Gründen ist eine adäquate Beleuchtung auch unumgänglich.

Bild "Menue:Raptor_UV_70W.gif"Wir verwenden für unsere Terrarien als UV Lieferant die Solar Raptor der Fa. Econlux. Diese Lampe überzeugt nicht nur wegen ihrer Bauweise (Alugehäuse, Hitzeschutz zwischen Gehäuse und Fassung, sowie Bohrungen um ein Überhitzen zu vermeiden), sondern vielmehr durch das Verhalten unserer Tiere. Betrieben wird diese Lampe wie alle Halogenmetalldampflampen mittels eines EVG.
Bild "Menue:Fassung.gif" Aufgrund von Brandschutz ist eine hitzebeständige Fassung aus Porzellan mehr als nur empfehlenswert. Eingebaut haben wir die Lampe immer jeweils nur auf einer Seite des Terrariums, um den Tieren eben auch die Möglichkeit zu bieten, sich der UV-Strahlung zu entziehen. Einbau senkrecht oder leicht schräg. siehe Bild rechts vorzugsweise in einer hitzebeständigen Porzellanfassung mit anschraubbarem Fuß, so sind alle Kabel gut kaschiert und können nicht beschädigt oder herausgezogen werden.

Als lokale Wärmeinseln werden die Bereiche im Terrarium bezeichnet, die mit einem so genannten HiSpot oder Hotspot eine lokale Erwärmung bieten, die dann dem künstlichen Lebensraum ein Temperaturgefälle bieten. Unter den Wärmelampen können lokal zwischen 48-55° auf einen ausgesuchten Punkt gebracht werden. Bei unseren Halsbandleguanen bietet sich ein Kunstfelsen oder Naturstein an, der auch täglich aufgesucht wird. In den warmen Sommermonaten, wenn die Temperaturen im Terrarium rasch anwachsen, kann dieser Spot mittels Energiesparlampe als Lichtquelle dienlich sein. Je nach Jahreszeit schalte ich alle Spots aus, incl. der HQI-Flächenstrahler, damit keine Überhitzungen im Terrarium stattfinden können. Dazu bedarf es natürlich auch einer optimalen Lüftung, damit keine Stauluft entstehen kann. Die zum Einsatz kommenden Wärmespots können einfache Reflektorglühlampen oder aber auch CDM-R Lampen - ähnlich der Raptor sein. Diese CDM-R sind bereits ab 35Watt zu erhalten und werden auch mittels EVG betrieben.