Paarung


Nach erfolgter Überwinterung dauert es in der Regel etwa 4 Wochen, bis die Balz mit anschließender Paarung statt findet. Die Erfahrung hat gezeigt, das sich Jungtiere aus den Monaten Juli/August bereits nach der ersten Überwinterung erfolgreich fortpflanzen. Spätestens jetzt wird jeder Halter erkennen, das eine Gruppe von mind. 1 Männchen und 2 bis 3 Weibchen anzuraten ist, da der enorme Trieb den Druck auf ein einzelnes Weibchen so etwas lindert. Auch sind während dieser Zeit Verletzungen nicht auszuschließen. Der eigentlichen Paarung geht eine wilde Jagd durch das Terraium voran.
Bild "Menue:Paarungsspur_Bic.jpg"Bild "Menue:Paarung_Collaris.jpg"Bei der eigentlichen Kopulation beißt das Männchen dem Weibchen in den Nacken um sie so an der Flucht zu hindern. Die Paarung wird mehrfach mit allen Weibchen vollzogen. In dieser Zeit kann es gelegentlich vorkommen, das die Männchen rapide an Gewicht verlieren. Auch gehen diese Paarungen nicht immer ohne Verletzungen für die Weibchen vonstatten.Bei linkem Weibchen oben sehr gut zu erkennen, die teilweise argen Verletzungen im Nackenbereich, die mitunter dramatische Folgen für die Weibchen haben können, sofern ein solch verletztes Weibchen permanent vom Männchen verfolgt wird. Sichtbarrieren im Terrarium erweisen einem solchermaßen vom Paarungsdrang verletzten Weibchen großartige Dienste. Steinplatten mit Unterschlupf lassen den Weibchen damit immer ein Rückzugsgebiet offen, was auch als eine Art Zuflucht verwendet wird.

Bild "Menue:Paarungsbereites_Collrisweibchen.jpg"Bild "Menue:Paarungsbereit2.jpg"Auf Bildern links und rechts signalisieren die Weibchen (C.collaris) ihre Paarungsbereitschaft, indem sie den Körper abflacht, den Rücken durchbiegt, dabei den Schanz leicht nach oben biegt und die Kehle dabei aufbläht. Bei dieser Einladung lässt sich kein Männchen lange bitten. Der Paarung voraus geht eine regelrechte Hetzjagd. Die Männchen umkreisen in Schlangenlinien immer wieder die Weibchen, kriechen mit eng an den Boden gepressten Hinterbeinen über Einrichtung, markante Plätze oder gar den Weibchen selber. Dabei kann man beobachten, das sie Markierungen aus Urin auf allen möglichen Stellen hinterlassen. Aus den stark vergrößerten Femoralporen der Männchen tritt während dieser Zeit ein wachsähnliches Sekret aus, welches im ganzen Terrarium verteilt wird um ihr Revier zu markieren. Die Männchen bewegen sich zielsicher mit raschen Nickbewegungen des Kopfes auf die Weibchen zu. Paarungsbereite Weibchen flachen den Körper ab, wie auf den Bildern zu erkennen ist. Die eigentliche Paarung ist innerhalb weniger Sekunden erledigt, jedoch verpaart sich das Männchen mit jedem verfügbaren Weibchen mehrfach am Tag.

Bild "Menue:Abwehr1.jpg"Bereits trächtig Weibchen versuchen durch einen den ganzen Rücken umfassenden Buckel bei angewinkelten Vorderbeinen und hochgestellten Hinterbeinen, die Männchen an der Paarung zu hindern. In dieser Position hüpfen sie regelrecht vor den männlichen Tieren hin und her, bis dieser seine vermeintlichen Paarungsversuche einstellt. Gelingt dies nicht, so versucht das Weibchen sich auf den Rücken zu drehen, um den Nackenbiss des Männchens dadurch unwirksam zu machen und ihn dadurch abzuschütteln, respektive ihn zur Aufgabe veranlassen. Dabei können erhebliche Verletzungen im Nacken auftreten. Wird der Druck für die bereits verpaarten Weibchen zu groß, ist es ratsam die betreffenden Männchen aus dem Terrarium zu entfernen und sie für eine Weile, auf jeden Fall bis nach der Eiablage, in ein eigenes Terrarium zu setzen. Einige Männchen sind so rabiat, das sie immer wieder die Nackenbisse ansetzen, obwohl bereits Verletzungen am Weibchen vorhanden sind. Diese Weibchen gilt es auf jeden Fall zu schützen, auch in der Hinsicht, das sie sich auf ihr bevorstehendes Gelege in Ruhe vorbereiten können.