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Aufzucht:
Bereits am ersten Tag nehmen die jungen Halsbandleguane gelegentlich Nahrung zu sich. Es bieten sich helle Futtertiere an, die gierig genommen werden. Vom ersten Tage an ist es ratsam, diese mit Vitaminpräparat zu bestäuben, um den jungen Minileguanen einen guten Start ins Leben zu gewähren. Trinkgelegenheiten durch tägliches Sprühen, sowie über Deckel von Heimchendosen, die mit Wasser aufgefüllt werden. Dieser geringe Wasserstand in den Deckeln, verhindert ein Ertrinken der Tiere. Wir verwenden gerne so genannte Kunststoffgleiter, die man unter Stuhlbeine platziert, damit der Stuhl über Teppich gleitet. Diese sind in verschiedenen Größen erhältlich, spülmaschinenfest und haben eine Randhöhe von gerade einmal 5-10 mm.
Die Versorgung der Jungtiere mit Vitaminpräparat, insbesondere auch Vitamin B, darf keinesfalls außer Acht gelassen werden. Mitunter kann man bei unterversorgten Tieren Zitterkrämpfe erleben, die stressbedingt bei den doch noch sehr fragilen Jungtieren u.U. auch tödlich enden können.
Haben wir verschiedene Gelege inkubiert, diese aber fast gleichzeitig oder leicht zeitversetzt zum Schlupf gebracht, gebietet es sich, diese Tiere getrennt nach Schlupf auch aufzuziehen. Zum einen ist gewährleistet, dass nicht Tiere verschiedener Elterntiere vertauscht oder vermischt werden, zum anderen ist die Aufzucht mit kleineren Gruppen weitaus sinnvoller. Nicht nur bei uns, sondern auch bei befreundeten Haltern haben sich Elternnachweise in bebilderter Ausführung als sehr nützlich erwiesen. Der neue Halter des oder der Tiere bekommt sofort einen Eindruck darüber, welcher geografischen Herkunft die Tiere entsprechen oder wie sie letztlich ausschauen werden. Bei der Gelegenheit bedanken wir uns bei allen Haltern, die an der Umsetzung eben dieser Abstammungsnachweise mitgewirkt und sie realisiert haben. Langfristig gesehen, bekommt man einen wunderbaren Eindruck darüber, welche Verbreitung die eigenen Tiere genommen haben. Als netter Nebeneffekt wird die Zucht dieser wunderbaren Tiere etwas transparenter, eine Aufgabe der wir uns gerne stellen und widmen.
Wie bereits erwähnt, bietet es sich an, die Gelege getrennt voneinander aufzuziehen, weil auch innerhalb eines Geleges die Differenz in der Größenzunahme, sowie der Rangordnung sehr gravierend sein kann. Liegen auch nur zwei bis drei Wochen Altersunterschied zwischen den Tieren, kann es schon einmal geschehen, das die Artgenossen aufgrund ihrer geringeren Größe als Futtertier angesehen werden. So friedlich wie sie zusammen unter der Wärmelampe liegen, so sehr erinnern sie an kleine Raptoren, wenn es ums Fressen geht. Die Natur schreibt eigene Gebote, denn nur die Stärksten haben eine Chance, im natürlichen Vorkommen zu überleben. Dies lassen sie auch in Gefangenschaft erkennen.
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